Pflege soll vor Ort gelingen

12.07.2017

Ein Thema, das früher oder später jeden hierzulande betreffen dürfte, stand im Mittelpunkt des politischen Nachmittags bei der CDU Riederich am 12. Juli 2017: Pflege. "Was hat sich 2017 geändert?", lautete die Frage, die die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit, Annette Widmann-Mauz MdB im Riedericher Bürgerhaus beantworten sollte. Auch Michael Donth, CDU-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Reutlingen, war dazu gekommen, denn das Thema verdiene jede Aufmerksamkeit. „Wer seine Angehörigen pflegt, übernimmt nicht nur eine große Verantwortung in seiner Familie, sondern setzt sich auch für das Funktionieren unserer Gesellschaft im Ganzen ein“, betonte der CDU-Politiker.
Widmann-Mauz, Donths Abgeordneten-Kollegin aus Tübingen, pflichtete bei und verwies auf die beiden Pflegestärkungsgesetze, die seit Anfang des Jahres in Kraft sind. Hierbei gehe es laut der Gesundheitsexpertin nicht nur um mehr Geld für die Pflege. Insbesondere sei es nun möglich, den verschiedenen Lebensrealitäten vor Ort gerecht zu werden und kommunale Beratungsstellen im ganzen Land aufzubauen. Zudem bringe das neue Gesetz die Chance, dass mehr Arbeitskräfte im Pflegebereich tariflich entlohnt würden. Gleichzeitig verhindere es den Betrug bei den Abrechnungen der Dienstleistungen. Gerade diese Vielschichtigkeit mache die Stärken des Gesetzes klar, erläuterte Widmann-Mauz: „Wir tun für alle etwas: für die Angehörigen wie auch für die Pflegebediensteten und deren Arbeitgeber. So wird rundum bessere Pflege möglich gemacht.“
Seit dem Januar dieses Jahres gelten nun auch die neuen Pflegegrade, sie lösen das System der Pflegestufen ab. Menschen mit geistiger oder seelischer Beeinträchtigung fänden sich hier ebenso wieder wie solche mit körperlicher Beeinträchtigung, lobte die Parlamentarische Staatssekretärin. Die damit verbundene neue Zuteilung der monatlichen Beiträge bedeute außerdem für viele ein Plus bei den Leistungen. Konkret: „Viele Pflegebedürftige erhalten nun mehr Geld vom Staat als dies noch zur Zeit der Pflegestufen der Fall war“, erklärte Widmann-Mauz.
Ihr dankte zum Schuss Jan-Philipp Scheu, Vorsitzender der Riedericher CDU. Der 21-Jährige hatte sich des Pflege-Themas ganz bewusst angenommen und ist sicher, dass auch junge Leute darüber Bescheid wissen sollten. „Zu jedem Zeitpunkt in unserem Leben könnten wir damit konfrontiert werden, deswegen sollte auch und speziell meine Generation die Möglichkeiten der Unterstützung kennen“, so Scheu.